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»Liebe, Lust, Frust« - Die Untersuchung -

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Konrad W. Sprai: Liebe, Lust, Frust by Holzinger Verlag

»Mancher mag meinen, dass sich in den letzten Jahren in dieser Hinsicht vieles geändert hat. Dem ist nicht so! Dieses Buch ist heute aktueller denn je. Mann bleibt Mann und die Frau bleibt das Objekt seiner Begierde.«

 

Konrad W. Sprai:
Liebe, Lust, Frust
Das Rammler-Syndrom.
Über die Unfähigkeit der Männer, Frauen glücklich zu machen
©1995, 224 Seiten, 20 Abb. - 12,5 x 20 cm - broschiert
14,32 Euro

 

 

ISBN-13: 978-3-926396-46-4
ISBN-10: 3-926396-46-6
 

14,32 Euro

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Die Untersuchung über die Unfähigkeit der Männer, Frauen glücklich zu machen

 

ÜBERBLICK ÜBER DEN BEFRAGTEN PERSONENKREIS

Altersstruktur, Status, Bildung, Erwerbstätigkeit.

ZWISCHEN NORM UND UNTERGANG

Die Frage nach der Normalität ist ein sehr altes Menschheitsproblem. Sexualnormen sind immer auch im Verhältnis zu dem Gesamtgefüge der jeweiligen Kultur zu sehen. Ist daraus zu folgern, dass die Beziehungskatastrophen immer gleichzeitig auch die Erschütterung unserer Gesellschaft als kulturelle Gemeinschaft signalisieren?

EIDECHSENHIRN UND ROSENKAVALIER

Darwin konnte bereits beweisen: Die grundlegenden Gefühle aller Menschen sind gleich und sie bringen diese mit den gleichen Minen, Posen und Gesten zum Ausdruck. Flirtanbahnung, Flirt und Kennenlernen sind nicht Sache des Willens.

VON DER ILLUSION, IM DORFTEICH DEN THUNFISCH ZU ANGELN
Stets suchen wir so ungefähr unseresgleichen und werden auch meist nur von unseresgleichen angesprochen. Nur selten bekommt der zuverlässige und treue, nichtrauchende Bäckergeselle einen Multimillionär zum Schwiegervater.

DAS RENDEZVOUS ALS OPERATIVER VERWALTUNGSAKT

Die oft kolportierte Ansicht, dass Frauen sich zieren und deshalb zum ersten Kuss und dann besonders zum Geschlechtsverkehr mit sanfter Gewalt überredet werden müssen, ist männliches und dummes Stammtischgeschwätz.

ZWISCHEN WOHNTOILETTE MIT ZENTRALHEIZUNG UND DEM UNGEHÖRTEN RUF NACH EINEM LIEBEVOLLEN PARTNER

Der Beziehungsinfarkt ist heute zumindest genau so strukturell verbreitet wie der Stau im Straßenverkehr. Erst dann, wenn Sie jeden Tag der Woche ihr Kind zu einer anderen Frau bringen könnten, wäre Ihr soziales Umfeld in Ordnung.

»NIMM MICH?«

In den Phantasien der Männer sind die Lustobjekte beim Onanieren meist gesichtsarm. Die Frau wird in Medien- und Werbebotschaften dem Mann als ein immer bereites, stets lockendes, schwanzgeiles Konsummonster präsentiert. Das Vermögen der Frau stellt sich auch heute immer noch nicht als das Kapital an Wissen, Intelligenz und Können dar.

SCHWACH, LAHM, TREU UND SCHÖN

Wenn es zutrifft, die Frau möge mehr treu als intelligent sein, so ist im Umkehrschluss, beim Mann eher eine Angst, verlassen zu werden zu vermuten, als die Angst, einen dummen Menschen an seiner Seite zu haben.

EIN KNICK DER ERNÜCHTERUNG

Der biologisch-hormonelle Prozess des Verliebtseins ist unabhängig von unserem rationalen Denkvermögen. Seine Fortdauer ist von uns nicht berechenbar, seine Intensität kann uns ein Leben lang verzaubern oder uns vernichten.

DAS RAMMLER-SYNDROM

»Er streichelte meine Brüste durch mein Unterhemd, zerrte seine Hose auf, meinen Schlüpfer herunter und drückte sein prall stehendes Glied in meine Scheide. Ich schrie auf, denn es ging mir jetzt doch ein bisschen zu schnell und es tat mir weh.«

ZWISCHEN RESIGNATION UND FUNKTIONALITÄT

Die neutestamentarische »Gottesmutter« Maria ist das wohl bekannteste Beispiel dafür, wie Mutterschaft und Sexualität sich im Bewusstsein der Menschen spalten. »Aber hinlegen musst du dich doch und da sein.« sagte uns eine 78jährige Münchener Schneiderin.

WUNDERGLAUBEN UND SELBSTÜBERSCHÄTZUNG

Die beispielhaften wörtlichen Zitate skizzieren 63% der Antworten. Erwachsenen Männern auf den Mund geschaut, und man hat den Eindruck, man wäre in einer Kindergartenveranstaltung.

SEXUELLES INTERESSE DER FRAU IN FESTER PARTNERSCHAFT

Die Rezepte herkömmlicher Partnerschafts-, und Eheberatung müssten neu geschrieben werden.

MIT VERNUNFT UND OHNE GNADE

Der Platz, der einer Frau in dieser Gesellschaft zugewiesen wird oder der für sie übrig bleibt, ist meist der Höhlenplatz. Männer spielen die Platzanweiser. Wie viel Dummheit ist eigentlich noch schmerzfrei? Frauen brauchen keine Gesetze, die ihnen zubilligen, bei 50% aller Wettkämpfe siegen zu dürfen. Wollen wir Gleichstellung, so erfordert dies keine, wie auch immer inszenierten Kampfspiele.

DAS RISIKO GESCHLECHTSVERKEHR

Noch nie wurde die mitmenschliche Komponente des Lustempfindens in das Aufklärungsgeschehen einbezogen.

DIE MÄRCHEN

Wer kann schon ahnen, dass das, was oft angestrebt wird - der vaginale Orgasmus - nur in der Phantasie einiger Schreiber vorhanden ist. Der Geschlechtsverkehr darf nicht länger Objekt männlicher Journalistik oder das Versatzstück gescheiterter Literaten sein.

SELBSTERFAHRUNG, MASTURBATION, WOLLUST

Endlich kann man verspüren, was so oft versagt blieb. Bald schon bröckeln die eigenen Ideale. Die Trugbilder verschwinden und die gerade angefangene Schlankheitskur wird zur Nebensächlichkeit.

WENN EVA DANN DEN APFEL ISST...

Noch ist jede Zelle ihres Körpers geprägt von den bisherigen Erfahrungen: Gewalt, Vergewaltigung, Entwürdigung, Lieblosigkeit und die unbefriedigten Kopulationen der Vergangenheit.

PERSPEKTIVE

Manchmal scheint es mir, dass sich seit den Riten der Steinzeitmenschen im Verhältnis Mann/Frau nur wenig getan hat.

Erst im Siebenten Himmel, dann die Hölle auf Erden: Für viele Frauen enden Partnerschaften im emotionalen Desaster. Die himmelhochjauchzende Liebe mutiert zu einer lustfeindlichen und lieblosen Versorgungsgemeinschaft für die gemeinsamen Kinder.

Der Weg in die Katastrophe ist in vielen Partnerschaften vorgezeichnet.

Frauen, die sich nach Zärtlichkeit, Anerkennung und Erfüllung sehnen, werden immer wieder bitter enttäuscht.

Ihre Männer treten als Eroberer auf, die mit möglichst wenig Energie und Einsatz zum Erfolg kommen wollen. Erfolg heißt für sie: Eigene sexuelle Befriedigung, eigene gesellschaftliche Reputation auf Kosten der Frau.

In Sachen Sexualität häufen sich bereits Bücher und Ratgeber in riesigen Regalen. Ich will diese Ansammlungen um keinen einzigen Zentimeter verlängern. Mir scheint, dass man weithin annimmt, Sex wäre unkompliziert, man müsse sich nur von seinen eigenen Bedürfnissen leiten lassen. Dem wäre nicht zu widersprechen, hätten Mann und Frau diese Chance. Während Männer sich von ihren Bedürfnissen seit jeher leiten lassen, haben Frauen meist gar nicht die Möglichkeit hier gleichzuziehen.

Warum sollte dies auch in einer Gesellschaft, in der sich die Disparität zwischen den Geschlechtern in allen Bereichen des sozialen Lebens widerspiegelt, gerade auf dem Gebiet der geschlechtlichen Liebe anders sein?

Sexualität als zwischenmenschliche Beziehung, wie dies Helmut Gollwitzer einmal treffend formulierte, sollte Menschen als Menschen zusammen bringen und nicht nur als Dinge.
Sieht sich jedoch die eine Hälfte der Menschen als Sexualobjekt definiert, während die andere Hälfte Karriere macht, so wird das Desaster deutlich.

Die zwischenmenschlichen Beziehungen werden zu Machtbeziehungen. Das Bett wird zum verdunkelten Exerzierplatz männlichen Dominanzstrebens. Was ihn als stark, mächtig und kraftvoll erscheinen lässt, ist für sie schlichtweg frustrierend.

Ist es den Frauen zu verübeln, machen sie ihre »kraftvollen Helden« zu Popanzen ihrer erstklassigen schauspielerischen Vorstellungen oder wehren seine Begierden ab, indem sie Kopfschmerzen und Unwohlsein vorschützen? Ich denke, nein.

Wenn Freiheit, die Freiheit des Andersdenkenden ist, ist sexuelle Freiheit, immer auch die Freiheit NEIN sagen zu können.

Das haben wir übersehen, als wir begeistert die neue Zeit begrüßten. Eine Zeit, die Abschied nahm von der verteufelten Lust, der Angst vor der ungewollten Schwangerschaft, der sittsam gekleideten Frau am Badestrand. Der Scheinheiligkeit frommer Sprüche folgte aber nicht, wie oft angenommen wird, das gleichberechtigte offene Gespräch über eigene Träume, Wünsche und eigenes Verlangen, sondern es folgte die offene Vermarktung der Dinge. Und diese Dinge heißen Frauen! Ihre Körper, ihre Schönheit, ihre Sexualität eigneten sich vorzüglich, sie höchst erfolgreich zu vermarkten. Nicht das Dasein des Anderen wird zur Bedingung des Glücks, wie Gollwitzer über die Sexualität weiter ausführte, sondern das Ding an sich ist Mittel zum Glück.

Kein Wunder, wenn Männer oftmals keinerlei Handlungsbedarf erkennen können. Träumen sie doch von diesen wunderbaren Geschöpfen, die ihnen gesichtslos und austauschbar zu Diensten sind. Die »eigene Frau« entspricht zwar nicht diesem Ideal, doch wem wäre es zu verübeln, wünschte er nicht insgeheim die Erfüllung seiner Träume mit der Schönheit von nebenan? Hat sie nicht alles das, was er in seiner jetzigen Beziehung vermisst? Oder ist sie, diese Schönheit, auch wieder nur ein Mensch, wie seine eigene Frau?

Die richtige Fragestellung impliziert die richtige Antwort. Ich musste zu meinem großen Bedauern feststellen, dass die wenigsten Männer in der Lage waren, an dieser Stelle unvoreingenommen zu reflektieren. Zu groß ist die derzeitige Indoktrination des Sexistischen. So bleiben Männer mehrheitlich so lange unfähig, Frauen glücklich zu machen, solange frau sich dies gefallen lässt.

Ich selbst bin der festen Überzeugung, dass Sexualnorm, Partnerschaft, Ehe und Familie nur zum geringen Teil instinktive Reflexionen biologischer Determinanten sind. Vielmehr überzeichnet unsere disparitätische gesellschaftliche Darstellung der Geschlechterrollen jede natürliche Ziselierung zum Affront gegen die Frau.

Mein Ziel war es, Sexualität von Mann und Frau im Kontext gesellschaftlichen Daseins zu betrachten. Die Mosaiksteine lehrreicher, interessanter Einzelfälle sollten in eine allgemeingültigere gesellschaftliche Norm eingebettet werden. Es ging mir mehr um die Muster, als um die Ausnahmen. Umfangreiche statistische Erhebungen waren notwendig. Für mich als Ehe- und Partnerschaftsberater keine leichte Aufgabe - allein und auf mich gestellt, quasi nicht zu bewerkstelligen.

Hätte ich nur, wie mir oft empfohlen, die markanten Schicksale aus meiner täglichen Praxis aufgeschrieben und geschildert, so würde mir jetzt vorgeworfen, aus der zugestandenen Desorientierung von wenigen Frauen, unzulässig zu verallgemeinern. Heute bin ich froh, diesem Drängen nicht nachgegeben zu haben und mich der manchmal mühevollen Arbeit innerhalb eines Teams von Mitarbeitern, Redakteuren und hilfreichen Menschen gewidmet zu haben, ohne die dieses Buch nicht hätte entstehen können. So bin ich der Auffassung, dass wir es gemeinsam geschafft haben, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, indem sich der Einzelne vielleicht wiedererkennt. Die Herrschaft der kräftigen Herren ist nämlich nicht männlich, sondern eher bemitleidenswert.

Überblick über den befragten Personenkreis

(Auszug)

Befragte Personen gesamt: 1.289

(davon haben die Befragung abgebrochen 76)

verbleiben: 1.213
davon Frauen
absolut 703
in % 57,96

Männer
absolut 510
in % 42,04

Altersstruktur

18-25 Jahre
140 Frauen = 19,91%
91 Männer = 17,84%

25-45 Jahre
295 Frauen = 41,96%
188 Männer = 36,86%

45-65 Jahre
268 Frauen = 38,12 %
231 Männer = 45,29%

Bildung
ohne Ausbildung
133 Frauen = 18,92%
61 Männer = 11,96%

Facharbeiter
500 Frauen = 71,12%
345 Männer = 67,65%

Selbständige
28 Frauen = 3,98%
63 Männer = 12,35%

Akademiker
42 Frauen = 5,97%
41 Männer = 8,04%

Wir befragten Frauen: "Sie sind oder waren kurzfristig mit einem Mann zusammen, haben ihn jedoch nicht geliebt, welche Gründe hatte dies oder könnte dies gehabt haben?"

Ich war über meinen Partner verärgert: 46%
Ich war allein, einsam: 35%
Ich war in ausgelassener Stimmung: 19%
Ich war neugierig, wie er als Liebhaber ist: 8%
Ich dachte zuerst, ich liebte ihn: 27%
Ich wusste nicht, ob ich ihn liebte: 18%
Ich suchte nach sexueller Befriedigung: 05%
Andere Gründe: 19%
(Überschreiten der 100% Grenze durch Mehrfachnennung)

Unsere Frage an die Männer: "Sie sind oder waren kurzfristig mit einer Frau zusammen, haben sie jedoch nicht geliebt, welche Gründe hatte dies oder könnte dies gehabt haben?"
Wir bekamen wir im vorgegebenen Raster, folgende Antworten:

Ich war über meine Partnerin verärgert: 23%
Ich war allein, einsam: 32%
Ich war in ausgelassener Stimmung: 48%
Ich war neugierig, wie sie im Bett ist: 35%
Ich dachte zuerst, ich liebte sie: 43%
Ich wusste nicht, ob ich sie liebte: 04%
Ich suchte nach sexueller Befriedigung: 87%
Andere Gründe: 09%
(Überschreiten der 100% Grenze durch Mehrfachnennung)

Auf die Frage: "Stimmen Sie der These zu, dass für Frauen sexuelle Befriedigung nicht so wichtig ist, als dies bei Männern der Fall ist?" antworteten die Männer wie folgt:
Ja, ich stimme dieser These zu. 74%
Nein, diese These ist eindeutig falsch. 19%
Diese Frage kann/will ich nicht beantworten. 07%

Eine ähnliche Gewichtung (+/- 8%) bekamen wir, stellten wir die obige Frage an Frauen.
Viele Frauen glauben deshalb tatsächlich, dass ein Orgasmus oder überhaupt Sexualität im Leben der Frau nicht die entscheidende Rolle zu spielen habe wie im Leben eines Mannes.
Fragten wir jedoch die Frauen:

"Unabhängig von Ihren gemachten Erfahrungen, unabhängig von Ihrer derzeitigen Partnerschaft: Würde Sie die Vorstellung, Sie haben einen Partner, der im Bett sehr liebevoll ist, und Sie immer sexuell befriedigt..."
...sehr glücklich machen? 83%
...glücklich machen? 10%
...nicht berühren? 01%
Keine Antwort 06%

Die Täuschung, dass Frauen sexuell weniger stark befriedigt sein wollen als Männer, ist danach ebenfalls in die Reihe der patriarchalischen Märchen und Vorurteile einzuordnen.

Wir fragten: "Unabhängig von Ihrem sonstigen sexuellen Harmonieren innerhalb Ihrer Partnerschaft - erreichten Sie, als Sie das letzte Mal sexuell verkehrten, einen Orgasmus?"

Es wurde wie folgt geantwortet:

Ja 32%
Nein 54%
Keine Angaben 14%

Wir fragten weiter: "Erreichen Sie bei Ihrem derzeitigen festen Partner - und wenn Sie derzeit alleine leben, erreichten Sie bei Ihrem letzten festen Partner - beim sexuellen Verkehr einen Orgasmus?" Zu folgenden Antwortmöglichkeiten erhielten wir diese Angaben:

Ja, immer 7%
Ja, meistens (überwiegend) 14%
Bei jedem zweiten bis dritten Mal 20%
Selten 21%
Nein, nie 30%
Keine Angaben 8%

Des weiteren fragten wir: "Nehmen Sie an, Sie lernen einen sympathischen Mann kennen, der zu Ihnen passen würde. Unabhängig von Ihrer Einstellung zu Treue und Moral, bitten wir um Ihre Einschätzung, wie wahrscheinlich es wäre, dass Sie mit diesem Mann beim ersten Geschlechtsverkehr zum Orgasmus kommen könnten."

Die vorgegebenen Antworten erreichten folgende Häufigkeiten:

Mit großer Wahrscheinlichkeit
würde ich zum Orgasmus kommen. 3%

Das kommt darauf an! Die Chancen
stehen 50 zu 50. 32%

Ich glaube, das ist fast ausgeschlossen. 41%

Mit Sicherheit nicht. 13%

Keine Angaben. 11%

Wie zu vermuten ist, würde sich der Ablauf eines Geschlechtsverkehrs zu über 99% im Orgasmus entladen, hätte man Männer befragt. Während diese also wie selbstverständlich zu ihrem Höhepunkt - ihrer sexuellen Erfüllung - kommen, ist dies bei Frauen alles andere als die Regel.

Männer, die von der Frau von vornherein dazu gedrängt werden, sich nicht zu kümmern und zu bemühen, sind in einer für sie meist ausweglos erscheinenden Situation. Männer, die von Beginn ihrer Beziehung an belogen werden, sind ebenfalls nicht zu beneiden. Obwohl wir sicher sind, dass der weiter unten skizzierte Mann sich zumindest in dieser Angelegenheit nichts vormachen lässt.

So fragten wir auch grundsätzlich: "Glauben Sie, dass Sie in der Lage sind, eine Frau sexuell glücklich zu machen?"

88% ja, natürlich.
11% das vermag ich nicht einzuschätzen
1% keine Angaben

Viel Selbstzweifel sind da nicht festzustellen. Wir fragten an anderer Stelle: "Unserer Befragung von Frauen ergab: 54% von ihnen erlangten bei ihrem letzten Geschlechtsverkehr keine Befriedigung. Was nehmen Sie an, wie Ihre Frau/Freundin auf eine entsprechende Frage antworten würden?"

Und das waren die Antworten: 61%: Meine Frau/Freundin hätte keinen Grund, sich zu beschweren. 25%: Meine Frau/Freundin hat da so ihre Probleme. 14%: Da bin ich mir nicht sicher.

Das war überraschend. Waren wenige Minuten davor noch 88% der selben Männer der Ansicht, dass sie in der Lage wären, eine Frau sexuell glücklich zu machen, hatte nun 39% so ihre Zweifel. Offenbar wurde die erste diesbezügliche Frage eher generalisierend verstanden, die eigene derzeitige Partnerin wurde in das Glücklichmachen wohl nicht immer einbezogen.

So wollten wir nicht ganz ohne Hinterlist folgendes wissen: "Es wird immer wieder vom sogenannten Quicki gesprochen. Dabei handelt es sich um das spontane und schnelle Ausführen des Geschlechtsverkehrs zu ungewohnten Zeiten bzw. an Orten an denen man sich beeilen muss. Das hieße also, mit der Frau beispielsweise zu verkehren:
( im Stehen an der Küchenspüle
( von hinten während sie die Betten macht
( im fahrenden Fahrstuhl bis zur oberen Etage
( im Toilettenvorraum eines Hotels
( im WC eines Intercity-Zuges

Ist dies für Sie reizvoll, und wenn ja, glauben Sie, dass eine Frau diesen Quicki genauso lustvoll und vollends befriedigend findet, wie ein Mann?"

Die Antworten, die wir bekamen: "Natürlich, Frauen finden dies besonders schön. Das ist gerade das, was Frauen reizt. Eine Frau kann doch immer." Nur 26% der Männer bezweifelten, dass Frauen damit gedient wäre oder differenzierten die skizzierte Romanze und waren sich der ausbeutenden Situation bewusst.

Die sogenannte Gegenprobe hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits in der Tasche. Frauen ohne festen Partner hatten uns nämlich übereinstimmend versichert, dass der Mann, der zumindest nach dem Verkehr fragte: "Hattest du einen Orgasmus?" die große Ausnahme ist. Die von uns gehörte Antwort, ich glaube schon, war im wahrsten Sinne des Wortes ehrlich. Wer nichts weiß, weil er nicht fragt, muss glauben.

Konrad W. Sprai: Liebe, Lust, Frust.
Titelfoto: Copyright (c) by Sabine Lubenow.
Copyright (c) 1995 by Holzinger Verlag, Berlin.
Alle Rechte, auch die der auszugsweisen Veröffentlichung, vorbehalten.
Printed in Germany
ISBN 3-926396-46-6

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Kirschbaum: OptionsscheineConradt, Alexander: Irmchen Busch, Stiefel, Malbuch Tulip Kirschbaum: Optionsscheine Bannier: Nackt Eichenberger: Der Siegermacher Auf der Suche nach Liebe Die Rentnerfarm
SchleifchenspielDer schönste Katzenroman der Welt Conradt: Träume von Avalon Ruge: Nina Christin will nur eins Bannier: Nackt Kleine Fluchten aus dem Staatsdienst Gohlke: Ohne Sinn Sprai: Liebe, Lust, Frust Hanstein/Puschkin
Conradt: Irmchen 4 Pranner: Der unverhoffte Stoß Painter: Integration Kleine Fluchten aus dem Staatsdienst Winkler: In Harmonie mit dem Universum Ruge Alexander Conradt: Irmchen II Wech u. a. Gedichte
Entscheidung für die Hölle Eichenberger: Faule Eier Friese/Kowalsky: Fluchtgefahr Kinderbuch: Kater Blödi Erlebnis an der Grenze Eichenberger: Der Siegermacher Kinderbuch: Kater Blödi
GesamtverzeichnisEichenberger: Faule Eier Parkinson: Durch die Hölle einer Krankheit Kurt Kowalsky: Fliegen müsste man können Kowalsky, Busch: Euer Zirkus mein Leben Wie knipst ein Glühwürmchen sein Licht an? Gluehwurm Liebe Der schönste Katzenroman der Welt Jack Painter: Posturale Integration
   
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Jack Painter: Posturale Integration

 

 

 

 

 

Faule Eier, Agentenroman von Eichenberger, Holzinger-Verlag

 

 

 

 

 

Nackt von Rudolf Moritz Bannier

 

 

 

 

 

Sprai/Holzinger: Entscheidung für die Hölle

 

 

 

 

 

Parkinson: Durch die Hölle einer Krankheit

 

 

 

 

 

Rik deLisle

 

 

 

 

 

Friese, Kurt Kowalsky: Fluchtgefahr

 

 

 

 

 

Flick, Kowalsky: Kleine Fluchten aus dem Staatsdienst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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