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Emanzipation: Der Scheinheiligkeit frommer Sprüche
folgte nicht das gleichberechtigte offene Gespräch über eigene Träume,
Wünsche und eigenes Verlangen, sondern die offene Vermarktung der Dinge. In Wirklichkeit ist Gleichberechtigung
- Waffengleichheit zwischen Mann und Frau - kein Problem: Sie findet
einfach nicht statt.
Solange
Frauen mit Männern schlafen, um ihn nicht zu verlieren, bleibt soziale
Gleichberechtigung Fiktion.
Sexualnormen sind immer auch im Verhältnis zu dem Gesamtgefüge der
jeweiligen Kultur zu sehen. Ist daraus zu folgern, dass die
Beziehungskatastrophen immer gleichzeitig auch die Erschütterung unserer
Gesellschaft als kulturelle Gemeinschaft signalisieren?
Partnerwahl: Stets
suchen wir so ungefähr unseresgleichen und werden auch meist nur von
unseresgleichen angesprochen. Nur selten bekommt der zuverlässige und
treue, nichtrauchende Bäckergeselle einen Multimillionär zum
Schwiegervater.
In den Phantasien der Männer sind die Lustobjekte beim
Onanieren meist gesichtsarm. Die Frau wird in Medien- und Werbebotschaften
dem Mann als ein immer bereites, stets lockendes, schwanzgeiles
Konsummonster präsentiert.
Wenn es zutrifft, die Frau möge mehr treu
als intelligent sein, so ist im Umkehrschluss, beim Mann eher eine Angst,
verlassen zu werden zu vermuten, als die Angst, einen dummen Menschen an
seiner Seite zu haben.
Die Normalität? »Er
streichelte meine Brüste durch mein Unterhemd, zerrte seine Hose auf,
meinen Schlüpfer herunter und drückte sein prall stehendes Glied in
meine Scheide. Ich schrie auf, denn es ging mir jetzt doch ein bisschen zu
schnell und es tat mir weh.«
Die Rezepte herkömmlicher Partnerschafts-, und Eheberatung müssten neu
geschrieben werden.
Der Platz, der einer Frau in dieser Gesellschaft zugewiesen wird
oder der
für sie übrig bleibt, ist meist der Höhlenplatz. Männer spielen die
Platzanweiser. Wie viel Dummheit ist eigentlich noch schmerzfrei? Frauen
brauchen keine Gesetze, die ihnen zubilligen, bei 50% aller Wettkämpfe
siegen zu dürfen. Wollen wir Gleichstellung, so erfordert dies keine wie
auch immer inszenierten Kampfspiele.
Wer kann schon ahnen, dass das, was oft angestrebt wird nur in der Phantasie einiger Schreiber vorhanden ist. Der
Geschlechtsverkehr darf nicht länger Objekt männlicher Journalistik oder
das Versatzstück gescheiterter Literaten sein.
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