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Es war vor über zehn Jahren, als Zirkusdirektor Heinz
Geier-Busch in Berlin im Krankenhaus lag. Ein kleiner Unfall, kein
Grund, sich Sorgen zu machen. Zu Besuch erschien Alexander Conradt,
Journalist und künftiger Bestseller-Autor. Doch das wussten die beiden
damals noch nicht. Conradt, der Irmchen-Autor, brachte als Gastgeschenk
seinen ersten Katzenroman mit und der Patient machte große Augen: »Und
warum schreibst du mir kein Buch? Mein Zirkus hätte sicher eine
Erwähnung verdient. Tausend Geschichten über Menschen und Tiere,
Schicksale und Hoffnungen sind doch erwähnenswert.«
Da hatte der Alte allerdings Recht und Conradt
versprach, was er nicht halten konnte. Denn einige Zeit später verstarb
der Zirkusdirektor plötzlich und unerwartet. Tausend Geschichten nahm er
so mit ins Grab und den Rest brachte seine Frau Ingrid zusammen mit dem
Publizisten Kurt Kowalsky zu Papier.
»Ein schönes Büchlein«, sagen alle, die den Haudegen
gekannt hatten, »doch wo ist der Rest der Tausend Geschichten?«, und
fangen zu erzählen an. So gesehen, hätte der Verlag noch hunderte Bücher
über den Mann herausgeben können, der die Zirkusgeschichte des 20.
Jahrhunderts entscheidend prägte. |