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Stefan Blankertz: »Die Literatte« |
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Thomas Prawon ist
die Literatte. Tagebuchartige Aufzeichnungen, Unterrichtsprotokolle, erste
literarische Versuche und die Erinnerung an ein nächtliches Gespräch,
worin Thomas’ Vater ihn bei viel Rotwein damit konfrontiert, dass sein
kriegsvermisster Großvater ein überzeugter Nationalsozialist war,
schlachtet er aus, um für seinen weiteren Lebensweg entscheidende Tage im
Sommer und Herbst 1974 zu beschreiben. Während Thomas die Welt des Geistes
entdeckt, würgt ihn die Langeweile des Lehrstoffes.
Einzige Ausnahme bildet eine ebenso attraktive wie kluge
Philosophielehrerin…
Stefan Blankertz: »Die Literatte«
© 2011 Holzinger-Verlag
189 S. - 20,8 x 14,7 cm - Paperback
ISBN-10: 3926396-74-1
ISBN-13: 978-3-926396-74-7
12,00 Euro

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Stefan Blankertz |
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Stefan Blankertz, 1956
geboren, ist promovierter Soziologe, habilitierter Erziehungswissenschaftler,
Werbetexter, Ausbilder am »Gestalt-Institut in Köln«, Testentwickler und
Führungskräfte-Coach. In den 1970er Jahren war er Mitinhaber des
Underground-Verlages »Büchse der Pandora«.
Zu seinen Veröffentlichungen gehören zahlreiche Sachbücher zu theologischen,
philosophischen und psychologischen Themen, historische Romane, Kriminalromane,
Lyrik, die Science-Fiction-Romane »2068« (2007), »Das Miriamslied« (2008, Kindle
eBook-Version 2011) und »Der Lamo Kodex« (2010). |
Zum Buch:
Da der Autor auf eigene
alte Aufzeichnungen aus den 1970er Jahren zurückgreifen konnte, kommt der
damalige Sprachstil authentisch zu Wort.
Sprachexperimente in
Anlehnung an Arno Schmidt und eine ausgefeilte Typografie, die die
unterschiedlichen Zeit- und Aussageebenen visualisiert, runden dieses
ungewöhnliche Buch ab. Hier eine
Leseprobe.
»Was soll ich in New
York - ich war schon zweimal in Hannover.«
(Arno Schmidt (1914-79), dt. Schriftsteller)
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Das sagen die anderen:
»stefans
roman ist
schon beim daumendurchlauf anregend: die typografie macht
appetit« (Andreas Ullrich,
Freiheitsfabrik)
»Der vor
allem mit Mittelalterkrimis hervorgetretene Schriftsteller geht
in seinem neuen Roman "Die Literatte" nicht gar so weit zurück
in der Geschichte.
Der "Wortmetz",
wie er sich nennt, erzählt auf ein paar Tage zusammengedrängt,
wie er Mitte der 1970er Jahre zum Mann wurde, wie man so schön
sagt, in einer Zeit, in der Mann-Sein alles andere als angesagt
war. Wer die Kulturrevolution in jenen Jahren in Westdeutschland
wie ich miterlebt hat, wird durch das Buch zum Tagträumen und
Erinnern angeregt.
Da der Autor,
wie er auf seiner Homepage schreibt, seine Aufzeichnungen aus
der damaligen Zeit benutzt hat, klingt seine Beschreibung des
(Schul-) Alltags und der Kämpfe der maoistischen Kadertruppen
sehr authentisch; so weit ich sehe, gibt es kaum was, was
nachträglich hineingeflickschustert wurde. Und diejenigen, die
jene Zeit nicht erlebt haben, können auf kurzweilige und doch
tiefschürfende Weise miterleben, wie wir damals aufgewachsen
sind zwischen absurder linker Politik und gähnender schulischer
Langeweile. Wie viel von dem Beschriebenen auf eigener
autobiografischer Erfahrung basiert und wie viel ausgedacht ist,
kriegt der Leser nicht sortiert. Aber dieser Schwebezustand
macht auch einen Reiz des Buches aus.«
(Stefan L.
Bornemann,
Deuschland.net) |
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